Yvelle von Alzheim | YvA

Germany (Deutschland)
www.yvelle.com
category: Painting
technique: Oilpainting
Statement:
Man wirft keine Perlen vor die Menschen,
man hängt sie ihnen respektvoll um.
Yvelle von Alzheim, 2010
Bio / Resumee / Statement:
Degussa Innovation Award 2001. Transplexierung®. Kunstmagier. Kunstexile: Lanzarote. La Palma. Malerfürst des Schlosshotels in Berlin 2004-2006. Lebensbildmaler. Neuseeland: Tanz mit allen Maoris. Typometamorphose®. Nominierung der Kafka-Gesellschaft 2007. Deutscher Teilnehmer “Kafka in der zeitgenössischen Kunst” 2008-2009. Menschler. Altmeisterliche Porträttechnik. Auftragswerk Peter Maffay 2009-2010 - Neue Residenz in der Vulkanmühle ab 2010 - Auftragswerk \"Ruach\" | Tel Aviv 2010
Activities:
Frei wie ein Vogel
Yvelle von Alzheim verbindet in seinem künstlerischen Tun Malerei, Poesie, Musik und Performance. Dabei verdichtet er die unterschiedlichen Gattungen zu synästhetischen Kunstwerken, die sich stets wechselseitig neu befruchten. Wie ein Reisender bewegt er sich hierzu durch die Welt, nimmt sie und ihre Phänomene emphatisch in sich auf, um sie mit allen ihm zu Verfügung stehenden Ausdrucksmöglichkeiten der Welt wieder zurück zu geben.
Sein breit gefächertes Interesse führt ihn beispielsweise zu den großen Dichtern und Denkern wie Heine, Goethe und Herder. In tiefer Ausein-andersetzung mit deren Werken entwirft er sodann Typometamorpho-sen®, in denen er grafisch wie auch malerisch ausgesuchte Erzählungen, Gedichte und Lieder umsetzt. Aus gemalten Textpassagen entstehen Verwirbelungen, Buchstabeneruptionen gleich, die sich im „energetischen Verlauf“ auf der Leinwand neuerlich zu Gestalten und abstrakten Formen materialisieren.
Begleitet werden die Ölmalereien von Audio-CD\'s, in denen das Visuelle hörbar umgesetzt wird und in phonetischen Verwirbelungen sein Pendant findet. Diese CD\'s bleiben bei den Malereien und können von den Betrachtern über einzelne Kopfhörer gehört werden, so dass dem Rezipienten mehrere Sinneserlebnisse zugänglich werden. Die phonetische Komponente greift er in performativen Lesungen auf, wobei zugleich am Klavier freie Interpretationen zu seinen Malereien Musik und Bildende Kunst miteinander verweben.
Die Lautmalereien finden sich alsbald auf Lanzarote wieder, wenn Yvelle von Alzheim in einem Film zu seinem Lied „Frei wie ein Vogel“ sphä-rische Sounds über die Lavaberge der Insel schweben lässt. Dort kom-poniert er vorzugsweise seine Musik, die er in enger Zusammenarbeit mit seinem musikalischem alter ego Marius Furche entwickelt. Hierbei singt zunächst Yvelle von Alzheim ganz intuitiv Tonweisen bis sich fassbare Melodien ausgebildet haben, die dann von dem Komponisten Marius Furche auf dem Klavier aufgenommen werden. Aus dieser künstlerischen Synergie entfalten sich spontan starke emotionale Lieder, die auf der Bühne mit Performances und Lichtmalereien begleitet werden.
Die Abgeschiedenheit seines Ateliers auf der Vulkaninsel Lanzarote ebenso wie sein deutscher Standort in der Vulkaneifel gibt Yvelle von Alzheim die nötige Ruhe, über das Leben zu philosophieren, sich der inneren Zusammenhänge von Welt und Leben bewusst zu werden, die wiederum in seinen weiteren Malereien wie auch in seiner Poesie Ausdruck finden.
Seine philosophische Auseinandersetzung findet so beispielsweise einen Niederschlag in seinem humorvollen, wunderbar illustrierten Kinderbuch, in dem der kleine, rotzfreche „Krieger Makhabar – Leuchtpopel von Lalande“ den Jungen Moritz mit an ferne Ort nimmt, wo sie nicht nur Abenteuer erleben, sondern auch verschiedene Sitten und Gebräuche kennen lernen wie auch lernen, die Ängste und Träume der anderen wahrzunehmen.
Yvelle von Alzheim verdichtet seine innigen Beobachtungen der Welt und deren Reflektion ebenso auch zu eindrücklichen Essays und Gedichten. In diesen entwirft er einfühlsame Lebensbilder, wobei lyrische Wortmalereien atmosphärisch dichte Bilder vor dem inneren Auge entstehen lassen.
Lebensbilder finden sich wiederum auch in seinen Malereien wieder. Hier sind es Portraits von Zeitgenossen, die in Form von Mandalas die gesamte Lebensgeschichte der Abgebildeten erzählen. Darunter befindet sich etwa Peter Maffay, dessen Profession als Musiker sowie dessen Engagement für Kinder ihn mit Yvelle von Alzheim verbindet.
Neben diesen Auftragsarbeiten entstehen zahlreiche freie Malereien, in denen sich Yvelle von Alzheim gerne auch mit kunstgeschichtlichen Vorbildern auseinandersetzt und beispielsweise alte Meister neu interpretiert. So in seinem Werk „Öffnung des Himmels“, in dem er das Thema des Höllensturzes, das von Dürer über Michelangelo, Raffael, Tintoretto, Giulio Romano, Rubens bis hin zu Marc Chagall gemalt wurde, einfach um-dreht und die Sünder in den Himmel holt. Dabei reflektiert er den Vorgang in seiner eigenen Person, die er mehrmals in der Komposition abbildet.
So wie Yvelle von Alzheim in dieser Arbeit selbst das Scharnier zwischen Himmel und Hölle darstellt, ist er auch das Scharnier zwischen seinen künstlerischen Ausdrucksformen. Er ist ein Künstler, der frei wie ein Vogel, entgegen der gängigen Konventionen und Marktgepflo-genheiten seinen Kunstkosmos aufspannt, der sich in seiner eigenen Person authentisch zusammenfügt. Yvelle von Alzheim und seine Kunst lässt sich am treffendsten als Gesamtkunstwerk bezeichnen.
(Dr. Stefanie Lucci,
Juni 2010)
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Öffnung des Himmels (Ausschnitt)
Painting
Oilpainting
220 x 170 x 5 cm
2010
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Typometamorphose Kafka (nominiert)
Painting
Mixing technique
100 x 50 x 5 cm
2007
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Selbstporträt Yvelle von Alzheim
Painting
80 x 60 x 5 cm
2008
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Seine Heiligkeit
Painting
Oilpainting
80 x 60 x 5 cm
2008
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Die Intuition und der Verstand
Painting
100 x 100 x 5 cm
2005
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Perspektiven der Weiblichkeit
Painting
170 x 170 x 5 cm
2001
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Musen der Meere | Teil 2
Painting
Oilpainting
100 x 100 x 5 cm
2005
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Das siebte Kreuz
Painting
Oilpainting
80 x 60 x 5 cm
2002
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Der menschliche Pfau
Sculpture
Mixture of materials
155 x 100 x 20 cm
2004
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Metarchah 1
Sculpture
25 x 190 x 20 cm
2003
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