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franz PETTO Trusted Member - Geprüftes Mitglied



Österreich
+ 43 699 172 40 164

www.petto.at

Kunstart: Malerei
Technik: Acryl
Stil: Street Art


Statement:
ART BRUT & HUMOR
Eating ART with a Spoon
ICD F21 ARTIST

Über die Kunst:
Die Kunst gleicht eher dem riesigen Komposthaufen in meinem Garten, denn der sterilen Säuglingsstation in der ich eigentlich geboren wurde. Beim Versuch ein Künstler zu werden sind schon viele ertrunken, im Saft der eigenen Empfindungen. Natürlich kann man Kunst nicht studieren, auch gibt es niemand, der etwas davon versteht. Die Geschichte wird bloß von den Siegern geschrieben, so auch die Kunstgeschichte. Dabei entstehen dann diese seltsamen Ungereimtheiten: Wenn einer eine Mondfahrt unternimmt und sich dabei verschluckt, an diesem hässlichen Mondstaub… Zum Glück habe ich nicht Kunstgeschichte studiert, diese reinste Form des gänzlich Nutzlosen. Ich traue seit Kindesbeinen niemand, eine frisch getünchte Tafel kommt mir verdächtig vor. Wenn ich mich überwinde und zu malen beginne, wird es kompliziert. Ich trete dabei immer weiter zurück, um nicht die Oberhand zu verlieren. Wenn ich aber wie zum Trotz nichts male, wochenlang vielleicht auch ein Jahr, um sie alle auszuhungern, und die ganze Zeit nur darüber rätsele, ob sie nun schon alle verhungert sind… Und schließlich resigniert einen Pinsel in die Hand nehme nur mit der Begründung, dass er nicht verfault im Waschwasser, dann sind sie auf einmal alle wieder da, diese unsäglichen Gedanken.

Zu den Bildern:
Die Bilder von franz PETTO sind am ehesten der ART BRUT zuzuordnen, er sei zwar wie er sagt, kein Weinhändler so wie JEAN DUBUFFET, dafür aber Biertrinker und als solcher ganz sicher ein Autodidakt… Seine Bilder entsprechen einer klassischen Malerei, so wie sie die ALTEN MEISTER vorgezeigt haben, sind jedoch sehr wild und spontan, im Moment gemalt. Er ist seinem Stil treu geblieben und hat ein umfassendes Werk seit 1980. Sein Material ist das der ARTE POVERA, er ist Schüler von EMILIO VEDOVA. Im Amerikanischen Raum gilt er als STREET ART Künstler. Aber sein Fundus ist nicht die Straße, sondern vielmehr seine Innenwelt. Er selbst sieht sich als ART BRUT Künstler. Sein Werk ist von psychischen Krisen geprägt. Sicher ist er kein akademischer Maler im herkömmlichen Sinn, obwohl er sich der klassischen Malerei verpflichtet fühlt. EMILIO VEDOVA soll IRONIA bei seinen Bildern ausgerufen haben und in großen Lettern auf eine Wand geschrieben, dies war prägend für ihn.
Der Maler franz PETTO blieb immer ein AUSSENSEITER (OUTSIDER) sein ganzes Leben lang. Den tragischen Ereignissen in seiner Kindheit begegnet er stets mit HUMOR und IRONIE. Seine Bilder erscheinen manchmal etwas SKURRIL, aber dies alles wird nie zum Selbstzweck, es muss nicht lustig sein um jeden Preis, er kann eine gewisse Tragik durchaus auch stehen lassen.
Der Maler franz PETTO meidet alles Vorgefertigte, sowohl in seinem künstlerischen Ausdruck, als auch in seinen Farben und Bildträgern, er verwendet meist Baumaterial. In der Erkenntnis, dass auf dem Kunstmarkt sowieso schon alles gemacht wurde, hat er sich auf das Fundament der ALTEN MEISTER zurückgezogen, aber mit modernen Mitteln. Seine Bilder entstehen im Spannungsfeld einer sehr tradierten Malerei einerseits, bei der es auf feine Farbnuancen ankommt, und einer gestisch, rohen Malweise (RAW ART), die dem Augenblick gerecht zu werden versucht. Im Augenblick entsteht dann jenes innere Bild, das er sehr schnell auf den Bildträger bannt. Er malt nie etwas ab, alles entsteht aus der Erinnerung. Jedes Bild ist eine kleine Bühne, auf der etwas erzählt wird, kleine, kurze Geschichten. In Symbiose mit dem Titel entsteht so ein Spannungsfeld, das hinter die Dinge blicken lässt. Dieser Blick wurde durch seine etwas traurige Kindheit geschärft. Seine Eltern haben mit Müh und Not den Krieg überlebt. Er wurde in eine traumatisierte Familie geboren. Es ist das alte Lied von beinahe Ausrottung und Vertreibung. Dieses Lied hat seine früheste Kindheit geprägt und ist immanent. Es ist aber keinerlei Verbitterung in seinen Bildern zu spüren. Er begegnet allem mit einer ihm zutiefst innewohnenden, feinen IRONIE. So nimmt er Bezug zu allen möglichen gesellschaftlichen Themen, nicht als Kritiker der etwas besser weiß, sondern vielmehr als Chronist. Die Dinge fühlbar zu machen, auf jenes menschliche Maß zu reduzieren, darauf kommt es ihm an. Er ist auch ein Chronist seines eigenen zurückgezogenen Lebens, das durch alle möglichen Höhen und Tiefen führt. Zum Abschluss lassen wir ihn noch etwas zu seinen Figuren sagen:
„Es sind sehr spontan gemalte WESEN, die Mimik und die Körpersprache spielen eine entscheidende Rolle. Es ist das was wir von einander wirklich wahrnehmen, vom Geruch einmal abgesehen.“


Vita / Lebenslauf:
2017 Ausstellung OFFSPACE Club International Wien
2017 Ausststellung Kunstschule Wien
2016 Ausststellung Kunstschule Wien
2016 Ausststellung Kunstschule Wien
2015/16 Aesthetica Magazine GB
2015 SOLO Ausstellung und Lesung Galerie Tacheles, Gmunden Österreich
Vernissage: 14.Aug, 19:30
2014 Wurde in das Art Advisory Programm von Saatchi Art aufgenommen
Veröffentlicht die Site Art Brut & Humor, sie hat tausende Besucher im Internet
2012 Ausstellung AKH Galerie Wien
2011 Aufnahme bei INSIDERART Deutschland
Lebt und arbeitet nunmehr als freischaffender Künstler in Wien
2010 Einlieferung in eine Psychiatrische Klinik,
danach folgt eine Kathatym-Imaginative Psychotherapie für einige Jahre
1986 -2010 Arbeitet weitgehend im Geheimen an größeren Bilden mit Baumaterial, Acrylfarbe, Sand, Gips, Styropor und anderen geheimen Zutaten
1988-1994 Kurse zur künstlerischen Weiterbildung. Beschäftigt sich auch mit dem Schreiben, verfasste u.a. einen Roman, mehrere Lesungen in Wiener Literaturkaffees
1993 Environment, Polycollege Stöbergasse: “Eating ART with a Spoon”
1988 Klasse Emilio Vedova in Salzburg
1983 -1988 Ausstellungen kleinformatiger Arbeiten in den Wiener Innenstadt-Galerien: Blutgasse, Chobot, Gabriel
Seit 1980 auch Maler und Schriftsteller, zunächst kleinformatige Ölbilder nach dem Studium Alter Meister, jedoch freie, spontane Malweise
1980 Kolleg für Maschinenbau,
arbeitete im Brotberuf als Ingenieur für die Druckweiterverarbeitungsindustrie,
ist Erfinder und hat mehrere Patente
1977 Matura (Abitur)
1958 Geboren als Sohn deutsch-ungarischer bzw. deutsch-jugoslawischer Flüchtlinge in Wien

Lebenslauf und künstlerischer Werdegang:
(Nicht für Kinder und Jugendliche unter sechzehn Jahren geeignet)

Meine Mutter stammt aus Dunabogdany (Ungarn), mein Vater aus Nikinci (Serbien). Beide kamen als Flüchtlinge nach dem zweiten Weltkrieg nach Österreich. Sie sind zweisprachig, deutsch-ungarisch, bzw. deutsch-jugoslawisch, sie wurden vertrieben. Beide hatten eine wahre Odyssee hinter sich, ehe sie in Österreich landeten. Mit acht Jahren zerfetzte eine Bombe meinem Vater die linke Hand und er war in einem Lager eingesperrt... Man nannte sie Batschkazigeuner, so bezeichnete man die deutsch sprechenden Flüchtlinge aus Osteuropa nach dem zweiten Weltkrieg in Wien. Mein Vater stammt aus der Vojvodina in der Republik Serbien. Und nur wenige wissen, dass es dort Lager gab, die andernorts als Vernichtungslager bezeichnet wurden. Aber letztlich bin ich behütet aufgewachsen, so glaubte ich jedenfalls, was hat es also mit mir zu tun? Ich leide unter extremen Ängsten. So habe ich einen Beruf gewählt bei dem man nicht so viel mit Menschen zu tun hat, etwas vor sich her spinnen kann, ich bin Maschinenbauingenieur, habe als Konstrukteur gearbeitet, bin Erfinder und habe auch mehrere Patente. Zuletzt arbeitete ich für die Firma IN LOG Mailroom Technologies in Wien. Deren Maschinen für die Druckweiterverarbeitung habe fast alle ich entwickelt, von der Idee bis zur letzten Schraube. Die Firma gibt es nach wie vor und die Maschinen kann man sich im Internet ansehen. Wenn man Maschinen die aus ein paar tausend Teilen bestehen konstruieren möchte, so ist dies eine große Herausforderung, man geht mit der Maschine schlafen und wacht mit ihr auf. Man schränkt sein Leben sehr stark ein. Das Malen diente dem Ausgleich der Empfindungen. Ich müsse zu den vielen geraden Strichen auch ein paar krumme machen, damit ich nicht verrückt werde, sagte ich mir, es kam aber anders…
Das Vernichtungslager, also Gakowo, dieser Name ist für mich bis heute der Inbegriff des Grauens, aber sicher es gab im zweiten Weltkrieg und leider auch danach viele solcher Lager, die Sache relativiert sich. Schon als Säugling wurde ich mit diesem Lager konfrontiert, denn es ist immer da, auch wenn niemand darüber spricht. Also Gakowo (heute Gakowa) liegt in Serbien, nahe der ungarischen Grenze, ein kleines Denkmal ziert das Massengrab, es existierte von 1945 bis 1947. Die Familie meines Vaters kam im Herbst 1945 dort an, mit einem Transport den die Briten zusammengestellt hatten, es gab ein Abkommen mit Tito, man kann es in Stuttgart (Dukumentationsarchiv) nachlesen. Dazu muss man verstehen, dass es nach 1945 wie nach jedem Krieg eine Hungersnot gab. Die Flüchtlingsströme waren unendlich. Eine vernünftige Hilfe zu organisieren dauerte. Was mit den Deutschen in Jugoslawien passierte, hätte man zwar erahnen können, aber die Situation war damals insgesamt so chaotisch, dass man hier nicht so einfach jemand die Schuld geben kann. Meine Familie befand sich in Österreich, in Kapfenberg, in der Steiermark bereits in Sicherheit, als sie überredet wurde wieder nach Hause zu fahren... Mein Großvater diente noch in der K&K Armee in Südtirol und nach dem ersten Weltkrieg ging er nach Hause so wie alle. Doch nach diesem Krieg war alles ganz anders. Die Türen der Güterwagons blieben in Ruma verschlossen, (Provinzstadt in Serbien, nächster Bahnhof zum Heimatdorf Nikinci) und der Zug fuhr Richtung ungarischer Grenze.
Mein Elternhaus war zunächst nur ein sehr kleines Sommerhäuschen, am Stadtrand von Wien in der damals russischen Zone in Eßling, wo ich auch heute noch wohne. Also die Küche war der einzig beheizte Raum, darin stand mein Gitterbett. Meine Mutter und mein Vater waren arbeiten, ebenso mein Großvater, ich war den ganzen Tag mit meiner Großmutter und Urgroßmutter allein zu Hause. Von ihnen habe ich sprechen gelernt und sie sprachen den Dialekt ihres Heimatdorfs, jedes Dorf hatte seinen eigenen Dialekt, je nach der Herkunft seiner Bewohner. Wie ich recherchiert habe, stammen die Ahnen meines Vaters aus dem Saarland, aus Züsch, ich konnte die Ahnentafel zurückverfolgen. Meine Großmutter hat im Übrigen nicht gewusst, dass ihre Vorfahren aus Züsch stammten, dieses Wissen ging über die Generationen verloren.
Die Kolonisten wie man sie damals nannte, wurden von Österreich-Ungarn angeworben, um das Land urbar zu machen, es war eine malariaverseuchte Sumpfgegend. Die Einwanderer stammten meist aus armen Gegenden Deutschlands, Deutschland hatte damals einen Bevölkerungsüberschuss, die Monarchie einen Mangel. Die Vorfahren meines Vaters kamen in der Mitte des 19. Jahrhunderts in diese Gegend nach Syrmien in das Dorf India (heute Indjija). Syrmien nennt man das Zweistromland zwischen Donau und Save, der Name stammt noch von den Römern. Zum Vergleich die Ahnen meiner Mutter kamen schon hundert Jahre früher nach Dunabogdany, zu Deutsch Donaubogen. Es liegt nahe Budapest, ursprünglich stammt die deutschsprachige Bevölkerung in Dunabogdany aus dem Ort Pfullendorf nördlich des Bodensees.
Petto, der Name mit dem ich auch signiere hat im Übrigen nichts mit der Redewendung „in petto“ zu tun, es ist nur die gleiche Schreibweise, ein Homonym. Ursprünglich ist Petto ein englischer Name und bezeichnete katholische Einwanderer, die aus dem französischen Ort Poitou abstammten. Der Ort liegt in der Normandie und wurde von Wikingern gegründet. Nach der Schlacht von Hastings im Jahre 1066 überquerten normannische Katholiken den Ärmelkanal. Erste Dokumente mit dem Namen Peyto tauchten zu Anfang des 13. Jahrhunderts auf. Peto ist also nur eine englische Schreibweise dieses Ortes, es gibt aber auch noch andere. Katholiken mit dem Namen Peto verließen England während der Katholikenvertreibung unter Oliver Chromwell im 17. Jahrhundert. Ein Peto war auch unter den Pilgrim Fathers, so gibt es viele Peto in Amerika, aber auch Petto, die im Biedermeier auswanderten. Der Name kam im 17. Jahrhundert auch nach Deutschland, dort wurde er anders ausgesprochen und erhielt ein zweites hartes-T, aus Peto wurde Petto. Mein Vorfahre, ein gewisser Hubert Petto ist in Züsch geboren und in Neuhütten gestorben. Er war Holzfäller und Nagelschmied. Mein Vater war im Übrigen ein talentierter Kunstschmied, so schließt sich der Bogen. In der Mitte des 19. Jahrhundert wanderten zwei Söhne dieses Hubert Petto nach India, heute Indjija in Serbien aus, dort hat die Familie eine Ölmühle betrieben. Die nächsten Generationen lebten dann bis zu ihrer Vertreibung als Großbauern in Nikinci. Bonifert, der Mädchenname meiner Mutter ist Französisch und heißt Wohltäter. So haben beide Elternteile im Grunde französische Wurzeln. Als sie sich in Essling am Stadtrand Wiens kennenlernten, haben sie dies allerdings nicht gewusst.
Also meine ersten Worte habe ich in diesem Dialekt meiner Großmutter (Altpfälzisch) gesprochen, sie war eine sehr strenge Frau und lachte fast nie. Dann war da noch mein Großvater und der hatte viele Brüder und mit denen redete er immer über den Krieg, in diesem einen beheizten Raum der Küche, in der auch ich war, in meinem Gitterbett. Ich habe eine Serie von Bildern gemalt, die mich im Bett zeigen. Es war ein beliebtes Motiv von mir, aber die Zusammenhänge wurden mir erst durch meine Therapie bewusst. Und dann gab es noch meine Urgroßmutter, sie lag auch im Bett wie ich, in der Küche, war krank, hatte Knochentuberkulose eine Spätfolge des Lagers, war bereits gelähmt und konnte nicht mehr aufstehen. Alle waren sie im Lager, in Gakowo, auch die vier Jahre ältere Schwester meines Vaters. In diesem Lager sind viele gestorben, die Schwester meines Großvaters zum Beispiel. „Ihr war das Essen zu minder“, es klingt komisch, so hat es aber mein Vater erzählt, er war damals erst neun Jahre alt und so ist seine Tante einfach verhungert. Sie war sehr religiös, war belesen und konnte gut Geschichten erzählen. Nun gut, es gab im ersten Winter fast nichts zu essen und man durfte das Lager nicht verlassen, sonst wurde man erschossen, in manchen Lagern wurde man in einen Silo geworfen und ist darin verhungert oder verdurstet, oder beides, oder ist einfach nur verrückt geworden. Der Blick aus dem Silo, ist ebenfalls ein häufiges Motiv von mir. Natürlich kann man das alles nicht so einfach erzählen, dass es zum Beispiel oft Pferdefleisch gab, so hatte man es einem neunjährigen Kind beigebracht, obwohl es eigentlich nichts zu essen gab. Zum Glück sind die Leute gestorben wie die Fliegen, denn alle hatten Typhus, er wurde von Läusen übertragen. Meine Großmutter war aber immer schon hart im Nehmen, sie hatte keinen Typhus und sie hatte schließlich auch fast alle gerettet. Sie schlich sich nachts trotz der Gefahr aus dem Lager und bettelte bei den Bauern, sammelte Feldfrüchte. Sie flehte den Großvater an, sich nicht aufzuhängen und sie trieb Viehmedizin auf. Nur eben diese Tante meines Vaters schaffte es nicht, sie fiel in eine Latrine und die Großeltern väterlicherseits, sie sind gleich am Anfang hingefallen, als man alle mit Gewehren in das Lager trieb, wer nicht schnell genug laufen konnte wurde erschossen, so war es wirklich. Natürlich versuchte man meinen Vater zu schützen, er war damals erst neun Jahre alt, vieles ist ihm bis heute nicht bewusst. Seine Schwester konnten sie weniger schützen, denn sie war schon dreizehn. In meinen Bildern und auch in Gedichten, die ich nur so spontan dahinschrieb, habe ich diesen Teil meiner Familiengeschichte zu verarbeiten versucht. Natürlich steckt sehr viel im Unterbewussten, denn ein wirkliches Wissen über die Vorgänge in den Lagern habe ich mir erst in den letzten Jahren erarbeitet. Als junger Mann besuchte ich regelmäßig eine Schreibwerkstatt und dort schrieb ich auch über Vorgänge in diesem Lager, ohne dass es mir direkt bewusst gewesen wäre. Nur dem Leiter fiel es auf und vor der Gruppe wollte er mit mir darüber nicht reden, so bestellte er mich in ein Kaffeehaus. Die Kaffeehäuser waren damals sehr verraucht und mir war etwas mulmig zumute, ich war nervös. Drinnen entwickelte sich die Szene zu einer merkwürdigen Unterhaltung. Zum einem lobte er mein Talent, hielt aber den eigentlichen Grund des Treffens lange Zeit verborgen. Schließlich stellte sich heraus, dass er sudetendeutsche Wurzeln hatte und dass er die Geschichte der Lager kannte. Er tat geheimnisvoll, es sei nach wie vor verboten darüber zu schreiben, man dürfe die Lager nicht öffentlich machen. Dann fragte er mich, woher ich die Geschichte mit den „Seifensodakisten“ hätte? Ich hatte ein Gedicht über den Krieg geschrieben, darin kamen Seifensodakisten vor. Ja ich hatte davon geschrieben, aber ich wusste nicht, was es mit den Kisten auf sich hatte, noch woher ich die Geschichte hatte. Dann fragte er mich, ob ich die Batschka kenne? Nun den Begriff kannte ich, meine Großmutter verwendete ihn. In der Batschka seien nach dem Krieg Lager gewesen. Ja, sagte ich, das wisse ich, meine Leute seien in so einem Lager gewesen, in Gakowo. Dann erzählte er mir von den schrecklichen Zuständen in den Lagern. Die Leute hätten Leichen in Seifensoda eingelegt, um sie haltbar zu machen, in Kisten, in Seifensodakisten. Die Leichen hätten sie dann versucht zu essen, es ging sogar und sie haben das Fleisch dann tatsächlich gegessen. Die Lippen seien einem aufgesprungen, aber man habe das Fleisch gegessen. Das Bild Kuss in der Kälte mit den roten aufgesprungenen Lippen ist von dieser Geschichte inspiriert. Aber er machte mich auch auf eine Vergewaltigungsszene in einem Gedicht von mir aufmerksam. Ob es in meiner Familie eine Vergewaltigung gegeben hätte, fragte er mich. Er war ausgebildeter Gymnasiallehrer und Lehrer werden daraufhin geschult, so etwas bei Kindern zu erkennen. Damals war es mir peinlich über so etwas zu reden und ich hatte die Frage verneint. Es kamen in dem Gedicht zerquetschte Paradeiser (Tomaten) vor. Die richtige Deutung des Gedichts gelang mir erst durch meine Therapie. Es war im Gemüsegarten, meine Großmutter hatte mich in den Gemüsegarten mitgenommen, um Paradeiser zu pflücken. Sie sang mir während des Paradeiserpflückens ein lustiges Lied vor, dass eigentlich nicht lustig ist und das man Kindern heutzutage nicht mehr vorsingen würde. Es besingt den Türkenkrieg zur Zeit des Prinz Eugens. Sie sang es in ihrem altpfälzischen Dialekt. Es reimt sich nur in diesem Dialekt und ich weiß nur noch den Refrain:

Luschti isch da Tirkakriech
mit di krumma Sowla.
Hacka se ohm da Kop ab,
kama nimma zowla.

Auf Hochdeutsch geht es in etwa so:

Lustig ist der Türkenkrieg
Mit den krummen Säbeln.
Hacken die einem den Kopf ab,
kann man nicht mehr zappeln.

Nach dem Lied kam meine Großmutter auf den Krieg zu sprechen, ich war damals in etwa vier Jahre alt. Sie erzählte immer mehr, wie schrecklich der Krieg sei. Dann kam sie auf die Hedi zu sprechen, meine Tante: „Dann hän se…“ (auf Hochdeutsch: Dann haben sie…)
Schließlich kam meine Mutter dazu, riss mich weg und schimpfte mit meiner Großmutter, die war inzwischen in Tränen aufgelöst.
Seifensoda ist eigentlich Ätznatron, das zur Seifenherstellung gebraucht wird. Meine Großmutter kochte regelmäßig Seife in unserer Waschküche, aus altem Fett, meist Schweineschwarten und diesem Seifensoda. Seifensoda war früher in jedem Haushalt zu finden und so war es auch in den verlassenen deutschen Häusern in Gakowo, in die man meine Leute „einquartiert“ hatte. In einem Zimmer lagen zehn und mehr Leute, auf Stroh dicht aneinander gedrückt und warteten auf den Tod. Die hygienischen Zustände waren verheerend. Läuse fanden paradiesische Verhältnisse vor und mit ihnen kam der Typhus. Die Gartenzäune waren schnell verheizt, es war kalt und es gab nichts zu essen. Die Leute fingen Ratten und Mäuse, aßen Stroh und Heu. Manche versuchten zu fliehen, wurden aber leicht an der ungarischen Grenze eingefangen und anschließend erschossen. Die Grenze war auch vermint. Nachts war es teilweise möglich das Lager zu verlassen, denn die Wachen schliefen oft, man durfte sich dabei aber nicht erwischen lassen, sonst wurde man erschossen. Es wird sogar von der Erschießung von Kindern berichtet… „Zum Glück“ kam der Winter und die vielen Leichen konnten nicht mehr richtig beerdigt werden und es waren so viele, so entstand eine Menge „Pferdefleisch“, das nun überall herumlag. Die Wachen hatten nichts dagegen, vielmehr ermutigten sie die Menschen sogar dazu: „Sich gegenseitig aufzufressen so wie die Schweine“. Das ist natürlich eine unglaubliche Geschichte.
Nun muss man wissen, zu all dem gab es auch eine Vorgeschichte, Partisanenkämpfe und die „Naziregel“, für einen getöteten deutschen Soldaten werden zehn, oder mehr Zivilisten erschossen. In Belgrad wurden die Schüler und Lehrer eines ganzen Gymnasiums hingerichtet, weil sie einen vermeintlichen Partisan nicht auslieferten. Wer auf diese Art und Weise Angehörige verloren hatte, wurde unausweichlich zum Partisan und so begann sich die Spirale der Gewalt zu drehen.
Als Flüchtlingskind wird man in eine zerbrochene Welt geboren, das ist sicher so. Die Sicherheit, dass die Welt um einen herum prinzipiell gut ist, gab es für mich nicht. Man bekommt Schuldgefühle, weil es den Eltern doch so schlecht erging und einem selbst geht es nun gut. Ein anderer Aspekt ist der, der Aggression… Wer einmal wie ein wildes Tier leben musste, verändert sich für sein Leben. Mein Vater kann nach wie vor nicht langsam essen... Er schlingt immer alles sehr schnell in sich hinein, als ob es ihm jemand wegnehmen würde. Er erzählte sehr oft davon, wie es war als er von einem „toten Pferd“ Fleisch herausschnitt: „Da gab es viele Messer und man musste aufpassen, dass sie einem nicht die Finger abschneiden…“ Mein Vater hat eine Zeit lang zu viel getrunken, die ganze Familie hat darunter gelitten, damit aufgehört hat er erst, als ich schon ausgezogen war. Hätte er nicht aufgehört, würde er nicht mehr leben. Manchmal stand mein Gitterbett noch mitten im Kriegsgebiet, wenn die Menschen um mich herum versuchten, das Erlebte zu verarbeiten. Ja in meiner frühesten Kindheit wurde noch viel über den Krieg geredet, über das Lager, später nicht mehr, es wurde zum Tabuthema. Ich sah, dass alle um mich herum traurig waren. Natürlich hatte ich Angst, dass mir auch so etwas zustoßen könnte. Um mich herum wurde von so vielen grauenhaften Dingen geredet, die Welt schien so schrecklich zu sein!
Meine Großeltern hatten ein Sommerhäuschen mit Garten in einem Siedlungsgebiet am Stadtrand Wiens gekauft, das Geld reichte deshalb, weil es russische Zone war und alle nur weg wollten. Die Grundstückspreise waren ins bodenlose gefallen. Für das Häuschen musste die ganze Familie aber hart arbeiten. Zunächst alle in der Landwirtschaft, zum Beispiel Rüben vereinzeln, ausstechen und so weiter. Später arbeitete mein Großvater am Bau als Zimmermann, in seiner Freizeit hat er weiter auf dem Feld gearbeitet. Meine Mutter arbeitete in einer Strumpffabrik. Mein Vater hatte eine Schlosserlehre gemacht und schleppte Kipplore, bis es ihm mit sechzehn Jahren eine Bandscheibe herausdrückte. Wir hatten Hühner im Garten, in den Stallungen Kaninchen, eine Ziege für die Milch und auch ein Schwein. Meist an einem strengen Wintertag wurde es geschlachtet und dann gab es ein Fest. An den Gestank in der Küche beim Auswaschen der Därme kann ich mich noch gut erinnern. An den vielen Alkohol der floss, dem Geruch von Schnaps, noch heute wird mir übel, wenn ich daran denke. Und dann am Abend begannen alle durcheinander zu reden, es wurden die fürchterlichsten Geschichten erzählt, an jedem dieser Schlachttage dieselben. Es wurde von den grausamsten Hinrichtungen berichtet, von Häutungen und davon, dass man dabei zuschauen musste. Wenn man ohnmächtig wurde, gab es einen Kübel über den Kopf. Für mich als Kind war das Schlimmste, dass eine Mutter so ihren Sohn beim qualvollen Sterben zusehen musste. Daneben nahmen sich die Seifensodakistenberichte wie Gutenachtgeschichten aus. Und es wurde von den Silos, eigentlich Silage Silos aus Beton erzählt. Innen waren sie schwarz mit Teer gestrichen. Sie waren oben offen, man konnte den Himmel sehen, wie die Wolken darüber ziehen. Die Menschen, die in diese Silos geworfen wurden, träumten sich vom Hunger schon ganz schwach einfach in den Tod. Als ich ein Kind war, gingen wir beim Spazieren in der Lobau (Donauau in Wien) immer an so einen Silo vorbei. Wir Kinder sind hineingeklettert und haben darin gespielt. Draußen haben die Erwachsenen wie so oft über den Krieg geredet, wir Kinder sollten es nicht hören. Der Schall fängt sich allerdings im Silo, so haben wir die traurige Geschichte dieser Silos mitangehört.
Meine Mutter war tagsüber nicht zu Hause, sie musste arbeiten, kam erst spät abends, wenn ich schon schlief. Ich war mit meinen beiden Großmüttern, Großmutter und Urgroßmutter allein zu Hause. Meine Urgroßmutter war allerdings schon schwer krank, vom Bauch abwärts gelähmt, inkontinent und es stank fürchterlich. Die Küche hang voller Windeln, den Meinen und die meiner Urgroßmutter. Die Bilder mit der vielen nassen Wäsche, überhaupt die Bilder mit Rechtecken im Raum gehen auf diesen Teil meiner Kindheit zurück. Ich sah eine vollkommen verhangene Welt. Meine Großmutter sprach von einem „zu Hause“, das ich nie kennen lernen durfte, das ganz anders war als das Zuhause hier, vom Leben auf dem Bauernhof, das viel, viel schöner war. Ursprünglich war die Familie meiner Großmutter für die Gegend ziemlich reich, nur ihr Vater, ein eingeheirateter Schmuck, hätte sehr viel versoffen und verspielt. Er sei beim großen Goldrausch in Amerika, sei aber schwindsüchtig zurückgekommen und dann bald gestorben, so erzählte es meine Großmutter immer wieder. Dies sei aber kein Unglück gewesen, denn nach seinem Tod wäre es der Familie besser gegangen. Bei ihren Geschichten brach sie nicht selten in Tränen aus und sie redete sich dabei alles von der Seele, vielleicht nahm sie auch an, ich würde sie noch nicht verstehen. Nun gut, wirklich verstanden habe ich all ihre Geschichten damals sicher nicht, aber gemerkt habe ich sie mir irgendwie schon, so ist das eben bei Kindern. Die Schrecklichkeiten versteht man nicht, man begreift aber intuitiv deren Gefährlichkeit, um Leben zu können versucht man seine Ängste zu verdrängen, das Meiste wanderte schnurstracks ins Unterbewusste und dort blieb es über all die Jahre, eigentlich bis ich mich mit über fünfzig näher mit der Zeit zu beschäftigten begann. Eine gewaltige Instanz verbot mir die ganzen Jahre über darüber zu reden. Diese Instanz waren sicher meine Eltern, die keine Flüchtlingskinder sein wollten, die sich dafür schämten, dass ich schwäbisch redete. Sie schämten sich, weil sie selbst gehänselt, als Batschkazigeuner beschimpft wurden. Da ich diese Geschichten über all die Jahre nicht aussprechen durfte, habe ich sie gemalt, auch darüber geschrieben aber so, dass ich sagen konnte, es sei Kunst, wer weiß schon was Kunst wirklich ist? Meine Mutter erzählte mir, dass ich als kleines Kind immer alle zum Lachen bringen wollte. Die Leute sagen, dass ich furchtbar ironisch sei. Als kleines Kind dachte ich, dass die Welt außerhalb der Küche sehr gefährlich sei und Gakowo würde schon nach unserem Gartenzaun anfangen… Ich habe dazugelernt! Mein Vater will und kann über Gakowo nicht reden und meine Großeltern sind schon lange Tod, aber ich lebe und ich darf sagen was ich will.
Ja als junger Mann wollte ich Künstler werden, gut ich bin es nicht geworden, ich bin ein Ingenieur, etwas Vernünftiges. Eigentlich liegt der Ingenieur so weit weg von einem Künstler wie die Gurke von der Raumfahrt. Meine Mutter hatte den Wunsch, dass ich Bauingenieur werde, es sollte mir einmal besser gehen. Sie hatte immer nur Wert auf äußerliche Dinge gelegt. Als Ausländerkinder wurden meine Eltern in dieser Gesellschaft nicht immer gut behandelt. Sie waren die Batschkazigeuner, ihre Arbeitskraft wurde gebraucht, aber sonst? Bis heute hat sich in diesem Punkt bei Flüchtlingen nichts geändert. In den Nachkriegsjahren schwebte die Frage der Kriegsschuld noch viel stärker in der Luft als heute. Es sollte Gras über die Kriegsjahre wachsen, Gras ist nun tatsächlich über die Massengräber gewachsen und ich bin der Meinung, dass es wenig Sinn macht all die Toten wieder auszugraben. Auch bin ich kein Revisionist, die Geschichte braucht nicht neu geschrieben zu werden, das Allermeiste ist erforscht. Nur ist es nach wie vor so, dass gewisse Teile der Geschichte des zweiten Weltkriegs und danach nicht veröffentlicht werden dürfen. Nur direkt Betroffene dürfen in Stuttgart Einsicht in Unterlagen nehmen. Und zu Letzt will ich noch etwas zu Schuld und Unschuld sagen: Gewiss gibt es den „Befehlsnotstand“, den gab es aber auf beiden Seiten und es gab das „Tier im Menschen“, beides scheint eine Rechtfertigung oder zumindest eine Erklärung zu sein, aber eigentlich gab es nur Täter und Opfer. Und niemand kann die Verantwortung für sein Handeln einer höheren Macht zuschieben. Mein Großvater fühlte sich noch als Deutscher, in diesem nach dem ersten Weltkrieg neu geschaffen Serbien, für ihn blieb es im Grunde ein fremder Staat. Mein Vater wollte von einem solchen Deutschtum nichts mehr wissen. Er ist der Meinung, dass wenn er schon in Österreich lebe, auch Österreicher sei und verabschiedete sich vom Schwabenbund. Und ich bin natürlich auch Österreicher, aber tief in mir drinnen fühle ich mich heimatlos.
Denn auch die Familiengeschichte meiner Mutter ist dramatisch. Auch Sie wurde als Kind zusammen mit ihren beiden Schwestern und ihrer Mutter aus Dunabogdany nahe Budapest vertrieben, eine Odyssee führte sie nach dem Krieg nach Auerbach im Vogtland, dort haben sie fürchterlichen Hunger gelitten, waren aufgebläht von den vielen Rüben. Mein Großvater war eingesperrt, weil er deutscher Soldat war und obwohl er von der deutschen Armee desertiert ist. Nach seiner Freilassung hat er versucht seine Familie zurückzuholen. Insgesamt vier Mal haben sie mithilfe von Schleppern die grüne, damals verminte Grenze passiert und viermal wurden sie gefasst und wieder nach Österreich ausgewiesen. Schließlich haben sie resigniert und sind in Österreich geblieben.

Meine Frau hatte mich ins Krankenhaus gebracht, gut ich sah ein, dass etwas mit mir nicht stimmte. Ich habe mir Dinge eingebildet, von denen alle herum gesagt haben, dass sie nicht passiert sein könnten. Ich war aggressiv, vor allem gegenüber meinem Vater, ich habe ihn mit meiner Kindheit konfrontiert, habe herumgeschrien, was ich sonst nicht mache. Ich bin freiwillig ins Krankenhaus gegangen, war aber dann erstaunt, dass ich nicht einfach wieder gehen durfte. Tabletten musste ich nehmen, obwohl ich deutlich gesagte hatte, ich würde keine wollen und ich wurde rund um die Uhr überwacht. Neben meinem Bett war ein Bewegungsmelder angebracht, ich bin Techniker, kenne die Dinger und über der Tür befand sich eine Kamera. Durch die Tabletten ging es mir nur noch schlechter, ich bekam Kopfweh, konnte nicht schlafen, hatte Alpträume, dass man mich hinrichten würde. Nach einer Woche habe ich mir gesagt, dass ich da wieder raus müsse, doch es ging nicht, zu meiner eigenen Sicherheit durfte ich die Station nicht verlassen. Meine Frau war auch gegen eine Entlassung und sie ist unglücklicher Weise Ärztin im selben Krankenhaus. So etwas wie eine Psychotherapie gab es die ganze Zeit nicht, man wurde einzig und allein durch Medikamente ruhig gestellt.
Im Krankenhaus hat mir dann meine Frau eröffnet, dass sie sich von mir trennen wolle. Es war natürlich kein günstiger Zeitpunkt. Nun verstand ich gar nichts mehr, ich fühlte auch nichts mehr, alles war nur noch wie im Film, in dem ich mich wie von außen selbst beobachtete. Ich habe den ganzen Tag gezeichnet und geschrieben, was weiß ich nicht mehr und bis heute getraue ich mich nicht die Sachen durchzusehen. Nun nach einigen Wochen ließ man mich nach Hause gehen, doch da war niemand mehr, meine Frau meine Kinder alle weg. Ich wusste nicht wo sie waren, nur noch die beiden Vögel (Nymphen Sittiche) in meinem Atelier blieben mir. Ohne Therapie hätte ich es nicht geschafft und man hat mir Tabletten gegeben, die ich nun bereitwillig schluckte. Schließlich war die Arbeit auch weg, ich konnte es nicht verhindern. Die Tabletten nahmen mir alle Kraft, selbst das Malen war mir nicht mehr möglich. Neuroleptika und Antidepressiva haben nun einmal so eine Wirkung. Man riet mir mich von der Staffelei fernzuhalten und keine weiteren Recherchen zu den Lagern anzustellen. Und ich war immer müde, schlief viel, mir war die Welt nur noch völlig egal. Mit der Zeit wurde die Medikamentendosis reduziert und ich kam schön langsam wieder zu mir. Nun wurde mir allerdings auch bewusst, dass ich fast alles verloren hatte, quasi über Nacht, Frau, Kinder, Arbeit alles weg. Ich fand es ungeheuerlich, man hatte mich im Krankenstand gekündigt. Ich suchte um eine Pension an und sie wurde mir befristet gewährt. Und ich hatte das dringende Bedürfnis, das was mir zugestoßen war der Welt mitzuteilen. Nicht dass ich der Meinung bin, dass mir „Unrecht“ getan wurde, alles hatte sich so ergeben, es ist quasi passiert und ich konnte es nicht verhindern. Aber dass ich es nicht verhindern konnte, quält mich bis heute. Ich fotografierte meine Bilder und stellte sie ins Netz. Ich verwendete nicht einmal ein Pseudonym. In meiner Biografie schrieb ich, dass ich einen „künstlerischen Betriebsunfall“ gehabt hätte, erwähnte sogar meine Einlieferung in eine Psychiatrische Klinik. Ich hatte aber auch Glück, bekam nur positive Kommentare, ich muss mich bei allen bedanken. Mittlerweile kann man meine Bilder mit allen Suchmaschinen im Internet finden. Mit meiner Seite Art Brut & Humor belege ich bei Google den ersten Rang. Bei manchen Seiten habe ich eine Anzeige über die Zahl der Besucher und es sind tausende. Ich übersetzte die Titel meiner Bilder ins Englische, damit sie auch in Amerika verstanden werden. Und ich fing an Ausstellungen zu planen, doch da stehe ich erst am Anfang, ein paar Galerien meldeten sich, die Galerie Tacheles ist fix, mal sehen. Es geht mir nicht darum meine Bilder zu verkaufen, eigentlich will ich sie gar nicht verkaufen, obwohl ich schon verstehe, dass Galerien vom Bilderverkauf leben. Während meiner Psychose habe ich davon gesprochen, dass meine Großmutter mir einen Auftrag erteilt hätte, es mag übertrieben klingen, aber in gewisser Weise stimmt es auch.
Den Anstoß zu Malen gab mir ein Volkschuldirektor. Bei meiner Einschulung musste ich eine Laterne zeichnen. Ich hatte noch nie eine Laterne gezeichnet und so kam es, dass mir das Dach einfach nicht gelang, die beiden Striche fanden nicht zueinander. Das Dach wurde höher und höher, aber am Ende war da immer noch ein Loch, in das es hineingeregnet hätte. Ich wurde für ein Jahr zurückgestellt, so hieß es damals. Es war eine Niederlage für meine Mutter und schließlich auch für mich. In diesem Jahr habe ich viel gezeichnet und so blieb es in meinem Leben. In der Volksschule hatte ich eine Religionslehrerin, sie war etwas seltsam. Sie erzählte uns Schülern immer gruselige Geschichten, zum Beispiel vom Tod auf dem Friedhof, der sich hinter den Grabsteinen versteckt und dann die Friedhofsbesucher überrascht. Man solle sich nicht überraschen lassen, in dem man sich auf den Tod vorbereite, war der für ein Kind völlig unsinnige Kern der Botschaft… Nicht selten haben einige Kinder geweint, ich auch. Als junger Mann habe ich dann in der Zeitung gelesen, wie ihre Tochter davon berichtete, als Kind zur Bestrafung regelmäßig in eine Kiste gesperrt worden zu sein.
Mein Talent für das Malen wurde in der Schule entdeckt, mich als Künstler zu fühlen begann ich in der sechsten Klasse des Gymnasiums, doch die Lehrerin die mich förderte und ermutigte, hat sich leider im zweiten Semester umgebracht. Es war ein Schock für mich. Ich kann mich noch an ein Gespräch über das „zerfließen der Persönlichkeit“ erinnern. Ich hatte auf ein T shirt ICH geschrieben, die Buchstaben ließ ich auseinanderrinnen. Nach der Matura schlug ich eine technische Laufbahn ein. Ich konnte mir nicht vorstellen, von der Kunst leben zu können. Und für ein Flüchtlingskind war es ein irrealer Gedanke. Direkt nach der Ausbildung zum Maschinenbauingenieur begann ich intensiv zu malen. Ich habe in Museen gezeichnet, habe mir Kunstbücher ausgeborgt, Kurse besucht. Es folgten kleinformatige Ölskizzen, deren Malweise von, Rembrandt, Velásquez, Soutine, Appel usw. inspiriert waren. Es sollte eine Malerei von Innen sein, die nur den Eindruck wiedergibt, den die Dinge in einem hinterlassen. Wenn man die Augen zumacht und darüber nachdenkt, was man nun eigentlich gesehen hat. Die zentrale Frage war die des Lichts, wie sie auch die Impressionisten stellten, nur die malten allerdings mit offenen Augen. Was nehmen wir wahr, wenn wir eine Sache betrachten und was ist schon vorher in uns vorhanden? Was brauchen wir, um Dinge zu erkennen und was führt zu einer Art von Wirklichkeit, ohne überhaupt hinschauen zu müssen? Ich wollte ein richtiger Maler sein, einer der sein Handwerk auch versteht. Mein Vater ist Handwerker und in dieser Tradition wollte ich malen. So lernte ich wie man Farben herstellt, die verschieden traditionellen Malweisen. Ich grundierte mir meine Malplatten immer selbst, so wie die alten Meister, verwendete aber mehr und mehr moderne Materialien wie Papier, Styropor, Gips Sand und Acrylfarbe, die ich mir allesamt „zurechtbog“, denn Tubenfarbe ist unbrauchbar, fand ich. Ich liebe Papier, es ist so schön billig und leicht, wird vom Wind vertragen und es braucht wenig Platz. Es macht nichts wenn ein Bild nicht gelingt. Man muss sich nicht zusammennehmen, ein großes Werk schaffen. Man macht die Augen zu und beginnt zu malen, es kommt was kommt. Und doch sind es nur Erinnerungen, fürchterlich unvollständige Bilder. Malerei ist Illusion, fand ich, eine gewisse Art der Selbsttäuschung, aber geben wir uns nicht ständig irgendwelchen Illusionen hin?
Mich interessierten Licht und Stofflichkeit als die handwerkliche Komponente, aber natürlich auch Psychologie. Ich las Psychologiebücher und besuchte die in den Siebzigern modernen Psychogruppen. Wenn ich gedankenversunken ein Bild beginne, so sucht sich die Ordnung im Chaos, es erschaffen Farbflächen einen Raum, der wird aber nicht durch die Geometrie gebildet, sondern durch Licht, so entsteht etwas, eine Bühne, eine Landschaft. Dann tauchen archaische Figuren auf, Köpfe mit nur einem Auge, ohne Hals, sie wollen mit ihren Blicken eine Geschichte erzählen. Es sind die Augen, welche erzählen… Über die Titel denke ich lange nach, oft Jahre. Es ist ein Bewusstwerdungsprozess und die Titel gehören untrennbar zum Gesamtkunstwerk. Der Titel ist ein Hinweis auf eine Geschichte. Ich hatte stets keinen geringeren Anspruch als den die Welt zu malen, es klingt vermessen, nur es blieb meist beim Hühnerhof.
Galeristen begannen sich für meine Bilder zu interessieren, ich stellte aus, aber der Erfolg stellte sich nicht ein. So gab ich das Projekt Öffentlichkeit zunächst wieder auf. Einem Galeristen im ersten Bezirk in Wien, dem Herrn Erich Gabriel überließ ich fünfzig Arbeiten. Über sieben Jahre kam eine solch große Zahl zusammen. Er gab vor die Arbeiten nicht verkaufen zu können, wollte aber trotzdem immer mehr haben. Eingeschüchtert wie ich von dem großen Galeristen war und geehrt, dass er überhaupt mit mir sprach, wo er doch nur mit jedem Hundertsten spräche und nur mit jedem Tausendsten eine Ausstellung mache und ich doch mit Kärntner Künstlern ausstellen dürfe. Und ich solle größere Sachen machen, das Bild da, solle ich da lassen, er würde es einem Sammler zeigen, der interessiere sich für meine Arbeiten. Ich war jedes Mal so nervös, wenn ich bei ihm vorbeischaute. Zu guter Letzt bin ich nicht mehr hingegangen, habe wenn ich ihn in der U-Bahn traf einfach weggeschaut. Ich wohnte damals nicht sehr weit von dieser Galerie. Natürlich war es für ihn leicht, in dem psychischen Zustand in dem ich mich damals befand. Als ich mein Atelier wieder einmal aufräumte fand ich seine alten Kommissionszettel, die er mir aushändigte, wenn ich wieder ein paar Bilder vorbeibrachte. Diese Galerie ist wie ein dunkler Fleck in meinem Leben. Andere Galerien riefen mich nach einer Ausstellung an und baten mich die Arbeiten abzuholen, so die Galerie Blutgasse und auch die Galerie Chobot, beide im ersten Bezirk. Außerhalb des ersten Bezirks hatte ich es damals gar nicht probiert. Ich klemmte mir die Originale unter den Arm, suchte irgendwie in zweiter Spur einen Parkplatz und ging in die Galerie. Zur allgemeinen Unsicherheit kam noch die Angst, ob mein Auto noch vor der Tür stehen würde, wenn ich die Galerie wieder verließe. Vor kurzem machte ich die Internetadresse des Herrn Gabriel ausfindig. Wie sich herausstellte, hatte er die Galerie vor fünfzehn Jahren übergeben. Der neue Besitzer verwendet den Namen des Vorbesitzers weiter. Ich scannte die Kommissionszettel ein, nachdem er auf zwei meiner Emails nicht reagiert hatte. Schließlich schrieb er mir, dass er die Galerie „geräumt“ hätte, die Bilder gäbe es also nicht mehr. Von der Räumung hatte er mich allerdings nicht in Kenntnis gesetzt, obwohl ich immer im Telefonbuch zu finden war und sogar die alte Telefonnummer von meinem Bruder übernommen wurde. Die Bilder sind also weg. Die Kommissionszettel mit seiner Unterschrift kann ich mir einrahmen. Internetrecherchen haben ergeben, dass es keine Seltenheit ist, dass Bilder verschwinden. Heutzutage werden solche Bilder allerdings mit dem Internet gesucht. Alle verschwundenen Bilder waren in Öl gemalt und signiert, vielleicht tauchen sie ja irgendwann wieder auf. Nun ich bin dem Herrn Gabriel nicht wirklich böse, immerhin hat er mich entdeckt und was mit meinen Bildern nach mir ist, wer will das schon wissen?
Anmerkung zur Biografie:
Als junger Mann wurde ich von drei Wiener Innenstadtgalerien, Blutgasse, Chobot und Gabriel akzeptiert und dort hatte ich auch Ausstellungen mit weiteren war ich im Gespräch. Ich habe damals kleine Ölbilder gemacht, der Erfolg war mäßig, die Geduld der Galeristen enden wollend, an ein Leben als Künstler war nicht zu denken. Da ich im Brotberuf Ingenieur bin, habe ich mich von der Kunstszene verabschiedet, zwar weiter gemalt, aber primär eine Familie ernährt. Kein Galerist hat mir dreingeredet, dass ich größere Bilder machen soll, dies und das, ich war frei. Und rückblickend muss ich sagen, dass es nicht das Schlechteste war, woher hätte ich meine Themen und Anregungen auch nehmen sollen?
Im November 2010 hatte ich dann diesen Zusammenbruch (Psychose) mit anschließendem zwangsweisem Aufenthalt in einer Psychiatrischen Klinik. Die Ursachen sind vielschichtig. Zum einem gab es erheblichen Stress in der Firma, weil die Geschäfte nicht gut liefen, zum anderen gab es familiäre Probleme und zu guter Letzt ist da noch meine Familiengeschichte, meine ich nenne es dunkle Vergangenheit. Der eigentliche Auslöser war eine zu intensive Beschäftigung mit dieser Vergangenheit. Als Reaktion auf diesen Zusammenbruch, habe ich meine Bilder im Internet veröffentlicht.
PS.: Mein Vater ist inzwischen gestorben und so sind meine Worte auch zu seinem Nachruf geworden. Er hat die Zeit, die er in diesem Lager verbringen musste immer als Schande empfunden. So wurde er zum zweifachen Opfer. Dieses Gefühl der absoluten Minderwertigkeit hat sich auch auf mich übertragen. So etwas wie eine Therapie gab es für ihn nicht, er hätte sie auch nicht gewollt. Nur ich versichere es ihm posthum und ich bin sicher, dass er es hört: Es war niemals eine Schande!

Herzlichen Dank, dass Sie sich Zeit genommen haben.



Aktivitäten / Ausstellungen:
2017 16.Sept.bis 14.Okt. OFFSPACE Club International C.I. Payergasse 14, 1160 Wien
Vernissage: 16.Sept. 19:00
2017 24.Jan. bis 31.März Kunstschule Wien
2016 19.Oct. bis 18.Nov. Kunstschule Wien
2016 19.Jan. bis 18.März Kunstschule Wien
2015/16 Dez/Jan Aesthetica Magazine GB: Eine rote Wolke ist davongeflogen...
2015 14.Aug. bis 12.Sept.
SOLO Ausstellung und Lesung Galerie Tacheles, Gmunden Österreich
Vernissage: 14.Aug, 19:30

ORIGINALE sind auch bei www.saatchiart.com/Petto erhältlich.
2014 Wurde in das Art Advisory Programm von SAATCHI ART aufgenommen.
Veröffentlicht die Site Art Brut & Humor, mit tausenden Besuchern im Internet.
2013 Man kann sich bei www.saatchiart.com/Petto Drucke anfertigen lassen.
2012 Ausstellung AKH Galerie Wien
2011 Wurde bei INSIDERART Deutschland aufgenommen
Ist in verschiedenen Online Galerien tätig, unter anderem bei www.insiderart.de, www.kunstnet.de/Petto.
1994-2010 Malen im Geheimen
1993 Environment, Polycollege Stöbergasse Wien: "Eating ART with a Spoon"
1988-1994 Lesungen mit homorvollen Texten in verschiedenen Literaturkaffees in Wien
1983-1988 Ausstellungen in den Wiener Innenstadtgalerien: Blutgasse, Chobot, Gabriel


Rote Wolke
Malerei
Acryl
120 x 100 x 3 cm
2006
unverkäuflich
mehr Informationen

Komposthaufen
Malerei
Acryl
80 x 100 x 2 cm
2009
unverkäuflich
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Getarntes Personal
Malerei
Acryl
80 x 100 x 2 cm
2008
unverkäuflich
mehr Informationen

Fürchterliches Gespenst
Malerei
Acryl
70 x 100 x 2 cm
2008
Preis: 2.400 Euro
mehr Informationen

Klause
Malerei
Acryl
120 x 100 x 2 cm
1996
unverkäuflich
mehr Informationen

Bordell
Malerei
Acryl
120 x 100 x 2 cm
2002
unverkäuflich
mehr Informationen

Selbstgedrehter Porno
Malerei
Acryl
70 x 100 x 2 cm
2008
Preis: 2.400 Euro
mehr Informationen

Nackte Spaziergänger
Malerei
Acryl
80 x 100 x 2 cm
2010
unverkäuflich
mehr Informationen

Tröpferlbad
Malerei
Acryl
80 x 100 x 2 cm
2008
Preis: 1.800 Euro
mehr Informationen

Ein Blick in den Spiegel
Malerei
Acryl
100 x 80 x 2 cm
2009
unverkäuflich
mehr Informationen

Hohes Gericht
Malerei
Acryl
70 x 100 x 2 cm
2010
Preis: 1.600 Euro
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Supermen and Underdogs
Malerei
Acryl
100 x 120 x 3 cm
2007
unverkäuflich
mehr Informationen

Krankensessel
Malerei
Acryl
70 x 100 x 2 cm
2010
unverkäuflich
mehr Informationen

Zarter Ausblick
Malerei
Acryl
70 x 100 x 2 cm
2008
Preis: 1.800 Euro
mehr Informationen

Regen in der Kleinstadt
Malerei
Acryl
100 x 120 x 3 cm
2008
unverkäuflich
mehr Informationen

Verlorener Kopf
Malerei
Acryl
120 x 100 x 3 cm
2009
Preis: 3.200 Euro
mehr Informationen

Miese Stimmung
Malerei
Acryl
120 x 100 x 3 cm
2007
unverkäuflich
mehr Informationen

Lächeln
Malerei
Acryl
120 x 100 x 3 cm
2002
unverkäuflich
mehr Informationen

Eigenbrötler
Malerei
Acryl
100 x 120 x 3 cm
2010
Preis: 2.800 Euro
mehr Informationen

Leuchte
Malerei
Acryl
120 x 80 x 3 cm
2007
unverkäuflich
mehr Informationen

Blutopfer
Malerei
Acryl
70 x 100 x 2 cm
2007
unverkäuflich
mehr Informationen

In den Händen der Ärzteschaft
Malerei
Acryl
80 x 100 x 2 cm
2008
unverkäuflich
mehr Informationen

Verkohltes Theater
Malerei
Acryl
70 x 100 x 2 cm
2010
Preis: 1.200 Euro
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Rainy Day
Malerei
Acryl
100 x 120 x 3 cm
2009
unverkäuflich
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Konsekration
Malerei
Acryl
100 x 80 x 2 cm
2006
unverkäuflich
mehr Informationen

Zahnärzte
Malerei
Acryl
100 x 80 x 2 cm
2007
Preis: 1.600 Euro
mehr Informationen

Verlorener Überblick
Malerei
Acryl
80 x 100 x 2 cm
2007
Preis: 1.800 Euro
mehr Informationen

Antons Tedeum
Malerei
Acryl
100 x 80 x 2 cm
2009
Preis: 2.400 Euro
mehr Informationen

Tischgebet mit Hühnern
Malerei
Acryl
80 x 100 x 2 cm
2007
Preis: 2.400 Euro
mehr Informationen

Kalter Morgen
Malerei
Acryl
80 x 100 x 2 cm
2006
Preis: 1.600 Euro
mehr Informationen

Opa
Malerei
Acryl
80 x 120 x 3 cm
2003
unverkäuflich
mehr Informationen

Kleiner Verehrer
Malerei
Acryl
100 x 70 x 2 cm
2009
Preis: 2.400 Euro
mehr Informationen

Regiestück
Malerei
Acryl
80 x 100 x 2 cm
2009
unverkäuflich
mehr Informationen

Seher im Hühnerhof
Malerei
Acryl
80 x 100 x 2 cm
2010
unverkäuflich
mehr Informationen

Stille Vergreisung
Malerei
Acryl
80 x 100 x 2 cm
2006
Preis: 1.200 Euro
mehr Informationen

Kuß bei Kälte
Malerei
Acryl
70 x 100 x 2 cm
2009
unverkäuflich
mehr Informationen

Psychiatriepatient
Malerei
Acryl
80 x 100 x 2 cm
2007
Preis: 1.800 Euro
mehr Informationen

Salzmäuse
Malerei
Acryl
100 x 70 x 2 cm
2007
Preis: 1.600 Euro
mehr Informationen

Versöhnung
Malerei
Acryl
80 x 100 x 2 cm
2009
Preis: 1.800 Euro
mehr Informationen

Handshake
Malerei
Acryl
100 x 70 x 2 cm
2010
unverkäuflich
mehr Informationen

Echte Ladys
Malerei
Acryl
80 x 100 x 2 cm
2006
Preis: 1.600 Euro
mehr Informationen

Pub
Malerei
Acryl
120 x 100 x 2 cm
1993
unverkäuflich
mehr Informationen

Opferstock
Malerei
Acryl
80 x 100 x 2 cm
1996
Preis: 2.400 Euro
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Blown by the Wind
Malerei
Acryl
120 x 80 x 3 cm
2009
unverkäuflich
mehr Informationen